Datenschutzbeauftragter Ausbildung Kosten — TÜV, DEKRA & Online-Quiz im Vergleich

Was kostet die DSB-Zertifizierung? Ein Vergleich von TÜV, DEKRA und GDD nach Anbieterangaben — plus: wie du mit DSGVO-Quiz ergänzend mit Übungsfragen trainierst.

Kostenvergleich: DSB-Zertifizierung 2026

Die Kosten für eine DSB-Zertifizierung variieren je nach Anbieter, Kursformat und Standort erheblich. Hier ein Überblick über die beim Anbieter belegten Preise (TÜV Rheinland und DEKRA: abgerufen am 18.10.2026; übrige Angaben Stand 2025; Quellen: akademie.tuv.com, tuvsud.com, datakontext.com, gesellschaft-datenschutz.de):

AnbieterFormatGesamtkostenPrüfung inklusive?Gültigkeitsdauer
TÜV Rheinland40 Unterrichtseinheiten2.770 € nettok. A.k. A. (Rezertifizierung vorgesehen)
TÜV SÜD5 Tage (laut Buchungsseite, Stand 2025)2.539 € nettoJa (205 € enthalten, Stand 2025)k. A.
DEKRA (Zertifizierer)Seminar (3 Tage) bei SeminarpartnernSeminar 1.747–1.947 € + Prüfung 225 € nettoseparat3 Jahre
GDD (Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit)Modulkurse + Prüfung1.500–2.000 €Getrennt buchbarKeine Befristung
Online-Anbieter (diverse)E-Learning + Prüfung800–1.500 €Variiert1–3 Jahre
DSGVO-Quiz (Ergänzung)Online MC-Training30 Fragen gratis; Pro 16,99 €/Monat; Premium 23,99 €/MonatPrüfungsvorbereitungSeitenstand jeweils angegeben
Achtung bei Online-Kursen: Art. 37 Abs. 5 DSGVO verlangt berufliche Qualifikation und Fachwissen, aber kein bestimmtes Zertifikat; ob ein Zertifikat als Nachweis genügt, beurteilt der Verantwortliche. Vor der Buchung klären, ob der Arbeitgeber das Zertifikat akzeptiert.

Was ist in den Kurskosten enthalten?

Ob die Prüfungsgebühr im Kurspreis enthalten ist, legt der Anbieter fest (bei DEKRA wird sie separat ausgewiesen). Weitere mögliche Bestandteile:

  • Schulungsunterlagen: je nach Anbieter
  • Prüfungsgebühr: je nach Anbieter im Kurspreis oder separat (DEKRA: 225 € zzgl. USt.)
  • Zertifikat: Form (digital oder gedruckt) je nach Anbieter
  • Nicht enthalten: in der Regel Reise, Unterkunft und Verpflegung bei Präsenzkursen
  • Nicht enthalten: Fachbücher — DSGVO-Quiz kann sie mit interaktiven Übungsfragen ergänzen

Steuerliche Absetzbarkeit

Kosten beruflicher Weiterbildung können unter Umständen steuerlich geltend gemacht werden; die Beurteilung hängt vom Einzelfall ab (Steuerberatung):

Als Arbeitnehmer — Werbungskosten (§ 9 EStG)

Wenn du die Kurskosten selbst trägst (weil dein Arbeitgeber nicht zahlt), können sie unter Umständen als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung abgezogen werden. Beispielrechnung: Bei einem Steuersatz von 35 % entspricht das rechnerisch rund 890–970 € bei Kurskosten von 2.539–2.770 € netto.

Als Selbstständiger / Unternehmen — Betriebsausgabe (§ 4 EStG)

Selbstständige und Unternehmen können die Kurskosten unter Umständen als Betriebsausgabe absetzen; eine in der Rechnung ausgewiesene Umsatzsteuer kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen als Vorsteuer geltend gemacht werden.

Arbeitgeber-Finanzierung: Nach Art. 38 Abs. 2 DSGVO muss der Verantwortliche dem DSB die zur Erhaltung seines Fachwissens erforderlichen Ressourcen zur Verfügung stellen. Zahlt der Arbeitgeber die Fortbildung, ist die steuerliche Behandlung im Einzelfall zu klären.

DSGVO-Quiz als ergänzende Prüfungsvorbereitung

DSGVO-Quiz ergänzt Fachbücher mit interaktiven Übungsfragen:

Free
0 €
ohne Zeitlimit
  • 30 Fragen gratis testen
  • Alle 10 Kapitel
  • Sofort-Feedback
Premium
23,99 €
pro Monat
  • Alles aus Pro
  • KI-Erklärungen
  • Detaillierte Fehleranalyse
  • Priorisiertes Lernen
Vergleich: DSGVO-Quiz Pro (ab 16,99 € pro Monat) bietet interaktive Übungsfragen und eine Prüfungssimulation. Fachbücher und Gesetzestexte können das Lernen ergänzen.

Lohnt sich die DSB-Ausbildung?

Ob sich eine Zertifizierung lohnt, hängt von der eigenen Situation ab, etwa davon, ob der Arbeitgeber die Benennung und die Kosten übernimmt oder ob eine selbstständige Tätigkeit geplant ist. Belastbare, datierte Zahlen zu Gehältern, Honoraren oder zur Zahl der Datenschutzbeauftragten in Deutschland nennen wir hier nicht.

§ 38 BDSG: Ab einer bestimmten Größe (in der Regel mindestens 20 Personen, die ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind) sowie in den weiteren in § 38 Abs. 1 BDSG genannten Fällen müssen Unternehmen einen Datenschutzbeauftragten benennen.

Rezertifizierungskosten nicht vergessen

Die Erstausbildung ist nur der Anfang — der DSB sollte sein Fachwissen erhalten (vgl. Art. 38 Abs. 2 DSGVO). Mögliche Kostenpunkte:

  • Rezertifizierung bzw. Update-Seminare: Ablauf und Kosten je nach Anbieter erfragen
  • Verbandsmitgliedschaft: z. B. bei der GDD; Leistungen und Beiträge beim Verband erfragen
  • Fachkonferenzen: z. B. Datenschutzkongress; Eintrittspreise beim Veranstalter erfragen
  • DSGVO-Quiz: Übungsfragen und Ratgeber zur DSGVO-Rechtsprechung — ab 16,99 €/Monat — 30 Fragen gratis testen
Wichtig: Nach Art. 38 Abs. 2 DSGVO hat der Verantwortliche dem DSB die zur Erhaltung seines Fachwissens erforderlichen Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Bei externen DSBs empfiehlt es sich, die Kostentragung im Dienstleistungsvertrag ausdrücklich zu regeln.

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